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Hypersexualität

Als Hypersexualität wird in der Medizin und Sexualwissenschaft ein gesteigertes sexuelles Verlangen bzw. sexuell motiviertes Handeln bezeichnet.

Dieses Verlangen bzw. Verhalten kann sich in unkontrolliertem Genuss von sexuellen Kontaktmitteln wie Pornografie, Telefonsex oder übermäßiger Masturbation, übermäßigen Sexualkontakten (Promiskuität) bis hin zum von manchen Therapeuten konstatierten suchtartigem Sexualverhalten manifestieren. Manche Sexsüchtige streben mehrmals täglich Orgasmen an, ohne tatsächlich Befriedigung zu erlangen. Die Sexsucht kann so weit gehen, dass Familie, Beruf und sexfreie soziale Kontakte vernachlässigt werden.

Obwohl es sich hier um einen neutraleren Begriff als jenen des Satyriasis bzw. "Donjuanismus" des Mannes und der Nymphomanie der Frau zu handeln scheint, wird dieser heute dennoch mehrheitlich abgelehnt, da eine Quantifizierung von sexuellen Motivationen oder Handlungsweisen als alleinige Grundlage für eine Normierung des Verhaltens im Bereich der Sexualität nicht herangezogen werden sollte.

Was Alfred Charles Kinsey (1894-1956) 1953 über die Nymphomanie sagte, gilt entsprechend abgewandelt auch für die Hypersexualität: Eine "Hypersexualität kann bei einer Person festgestellt werden, die mehr Sex hat als Sie."

Die Hypersexualität ist zu unterscheiden von der Pornografiesucht.

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Nymphe

Eine Nymphe (griechisch νύμφη, nímfi, latinisiert nympha, „die Jungfrau, Braut, das heiratsfähige Mädchen)" ist in der griechischen und römischen Mythologie ein Naturgeist. Im weiteren Sinne wird er auch für Priesterinnen gebraucht.

In der griechischen Mythologie sind Nymphen weibliche Gottheiten niederen Ranges, welche als Personifikationen von Naturkräften überall auftreten und teils als Begleiterinnen höherer Gottheiten (des Dionysos, der Artemis, Aphrodite etc.), teils als selbständig wirkend gedacht wurden.

Sie galten als die - vorwiegend - wohltätigen Geister der Orte, der Berge, Bäume, Wiesen, Grotten etc., sind aber nicht immer an dieselben gebunden, schweifen vielmehr frei umher, führen Tänze auf, jagen das Wild, weben in kühlen Grotten, pflanzen Bäume und sind auf verschiedene Weise den Menschen hilfreich. Geräuschvolle Tätigkeit der Menschen meiden sie aber. Nymphen sind sterblich wie die Menschen, haben allerdings eine viel längere Lebensdauer.

Es gab zahlreiche Arten von Nymphen: Wassernymphen, Wald- und Baumnymphen, Berg-, Grotten- und Höhlennymphen... [mehr...]

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Nymphomanie

- abgeleitet von den griechischen Naturgottheiten, den Nymphen und mania (Wahnsinn) - ist die Bezeichnung für ein krankhaftes Verlangen von Frauen nach möglichst viel Sex. Mit der Quantität des Aktes nimmt die Qualität des Liebeslebens in Relation dazu ab, sodass die Betroffenen meistens keine sexuellen Höhepunkte erleben können; das wiederum führt dazu, dass die Betroffenen ihre Partner sehr oft wechseln (Promiskuität), nach der sexuellen Enttäuschung sofort neue Hoffnung in anderen Partnern sehen. Dieser Teufelskreis ist das Endstadium der Nymphomanie, und ist vergleichbar mit Alkohol- und anderen Drogensuchten. Die Grenzen sind fließend und wie auch in anderen Suchten akzeptieren Betroffene ihre Krankheit nicht, und meiden deshalb professionelle Hilfe.

Ursachen der Nymphomanie sind oft sexuelle Missbräuche in jungen Jahren, über die sich die Opfer schämen und ihre dadurch entstandenen Minderwertigkeitskomplexe durch körperliche Nähe (Scheinliebe) zu anderen Personen -unbewusst- verdrängen wollen. Jedoch haben sich auch viele Betroffene ohne vorgehenden Missbrauch "infiziert".

Dieser gesteigerte Geschlechtstrieb gilt als Symptom oder in der achsialen Bewertung im ICD und im DSM als Indikator für die Diagnose von verschiedenen Persönlichkeitsstörungen.

(Das Wort bezeichnet auch eine Verhaltensstörung bei der Pferdestute,)

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Promiskuität

Als Promiskuität (von lat. promiscus gemeinsam, promiscere vorher mischen) wird der ungebundene Geschlechtsverkehr mit verschiedenen Partnern bezeichnet. Es ist in vielen Fällen ein wertender Ausdruck, mit dem der Missbilligung einer für den Sprecher "zu hohen" Zahl von Sexualpartnern Ausdruck verliehen wird. Umgangssprachlich werden die Adjektive promisk oder auch promiskuitiv in abwertender Weise synonym für "sexuell freizügige" Personen gebraucht.

Die nicht gleichwertige umgangssprachliche Entsprechung "übermäßiger Geschlechtsverkehr" gilt als abgelehnt, ebenso wie auch der neutralere und jüngere Ausdruck Hypersexualität zum Teil abgelehnt wird. Soll die Promiskuität von Mann und Frau unterschieden werden, so existieren dafür die Ausdrücke Satyriasis für Männer und Nymphomanie für Frauen; diese Begriffe werden jedoch nicht formal-diagnostisch angewandt. Bei den beiden letztgenannten ist zudem der Partnerwechsel nicht zwingend.

Im Tierreich versteht man unter Promiskuität, dass sich Männchen und Weibchen in einer Saison mit mehr als einem Geschlechtspartner paaren. [mehr...]

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Prüderie

Prüderie im engeren Sinne bezeichnet übertriebene Scham, also die weitgehende Ablehnung der menschlichen Nacktheit (Gymnophobie). Im weiteren Sinne bezeichnet Prüderie eine Geisteshaltung, die das Ziel hat, sexuelle Äußerungen jeglicher Art in der Öffentlichkeit und teilweise auch im Privatbereich weitestgehend auszuschließen. Dies betrifft vor allem die Darstellung oder auch nur Andeutung von Erotik in Ton- und Bildform, Mode, Medien, Literatur, historischen Zeugnissen, Konversation.

Prüderie in einer Gesellschaft hat meistens einen religiösen Hintergrund, der sich aus den Regeln alttestamentlicher, patriarchalischer Stammesgemeinschaften nährt. Für diese war die Nachweisbarkeit der genetischen Herkunft unverzichtbar. So wurde alles Sexuelle tabuisiert oder streng ritualisiert. Doch ist Prüderie nicht nur ein Merkmal christlich/islamisch/teilweise jüdischer Traditionen. Auch in anderen Großkulturen ist die enge Reglementierung des Sexuellen bis hin zu dessen Kriminalisierung verbreitet: Die Gesellschaftsnormen der Chinesen und Inder sowie bestimmter Teile der USA sind auf Grund der dortigen Gesetzgebung und ungeschriebener gesellschaftlicher Normen aus europäischer Sicht prüde. Im Schatten solcher Sexualfeindlichkeit gedieh jedoch immer auch die Doppelmoral und Bigotterie.

Ausgangssituationen für verstärkte Prüderie können sein

  1. die wirtschaftliche Armut einer Gesellschaft: Erotik ist „der letzte Luxus“, den man vor der Öffentlichkeit verbirgt.
  2. der ökonomische/militärische Ehrgeiz einer Gesellschaft: Öffentlicher erotischer Diskurs ist ein Zeichen von Dekadenz, die die Leistungs-/Expansionsfähigkeit der Gesellschaft untergräbt (vgl. Triebverzicht).
  3. die massive Bedrohung einer Gesellschaft (AIDS, Epidemien) durch unkontrollierte sexuelle Kontakte: Prüderie als „Schutzwall“ vor den Folgen sexueller Ausschweifung

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Satyriasis

Als Satyriasis - benannt nach den Satyrn der griechischen Mythologie - wurde in der Medizin/Psychologie ein krankhaft gesteigerter männlicher Geschlechtstrieb bezeichnet. Der Ausdruck gilt heute als veraltet.

Es handelte sich um das männliche Gegenstück zum nicht mehr klinisch angewandten Begriff der Nymphomanie oder Mannstollheit der Frau.

Selbst der neutralere Begriff Hypersexualität wird heute oft abgelehnt, da eine Quantifizierung von sexuellen Motivationen und sexuellem Empfinden ebenso wenig wie die Anzahl der Partnerwechsel als alleinige Grundlage für eine Normierung individuellen Handelns im Bereich der Sexualität herangezogen werden sollte.

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Sexualorientierung
Sexuelle Orientierung bzw. Sexualorientierung, oder auch sexuelle Neigung, bezeichnet die Hauptzielrichtung der sexuellen Interessen einer Person in Hinblick auf die gewünschten Partner.
Arten:

Der Begriff wird im Zusammenhang mit der Abgrenzung sexueller Interessen verwendet, die unter anderem durch folgende Begriffe bezeichnet werden:

  • Nach der Übereinstimmung mit dem Geschlecht des Partners:
    • Heterosexualität – Partner des anderen Geschlechts sind von Interesse
    • Homosexualität – Partner des gleichen Geschlechts sind von Interesse
    • Bisexualität – Partner beiderlei Geschlechts sind von Interesse
    • Asexualität - Partner keinerlei Geschlechts sind von Interesse
  • Nach der Richtung des Interesses:
    • Androphil - Männliche Partner sind von Interesse
    • Gynophil - Weibliche Partner sind von Interesse
    • Autogynophilie - eigene Weiblichkeit ist (auch) von Interesse
  • Nach dem Alter des Partners:
    • Pädophilie – Kinder sind von Interesse
    • Ephebophilie – Jugendliche sind von Interesse
    • Gerontophilie – wesentlich ältere Menschen sind von Interesse
  • Nach der Anzahl der Partner:
    • Monogamie (ungebräuchlich: Monoamorie) - nur ein Partner ist von Interesse
    • Polyamorie - es besteht eine Orientierung zu mehreren Partnerschaften oder Liebesbeziehungen
  • Sonstige:
    • BDSM – Praktiken mit einem Bezug zu Dominanz, Unterwerfung und/oder Schmerz sind von Interesse
    • Amelotatismus – behinderte Menschen sind von Interesse
    • Zoophilie – Tiere sind von Interesse
    • Nekrophilie – Leichen sind von Interesse
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Voyeurismus

(Weitergeleitet von Voyeur)

Voyeurismus (von franz. "voir" = "sehen", "le voyeur" = "der Seher" ist eine Form der Sexualität, bei der ein Voyeur durch das (meist heimliche) Betrachten derjenigen nackten Menschen sexuell erregt wird, die seiner sexuellen Orientierung entsprechen. Eine besondere Form des Voyeurismus ist die Pornografiesucht. Das Gegenstück zum Voyeurismus ist der Exhibitionismus.

Die sexuelle Erregung wird durch das Betrachten der Geschlechtsorgane und durch den Reiz des heimlichen Tabubruchs gesteigert und, falls Gelegenheit besteht, gleichzeitig durch Masturbation zum Orgasmus gebracht, anderenfalls möglichst bald danach. Die Suche nach einer passenden Gelegenheit wird als spannend empfunden, was zur Luststeigerung beiträgt. Voyeure suchen gezielt nach Orten, an denen Menschen sich unbekümmert ausziehen.

Bei Voyeuren beliebt sind beispielsweise im Hochsommer Strände oder Baggerseen ohne Umkleide-Einrichtungen, flaches Wasser vor Nacktbadestellen, FKK-Gebiete, in der Wintersaison gemischte Saunen oder Fenster, durch die sie bei Einbruch der Dunkelheit und eingeschalteter Zimmerbeleuchtung ihre "Opfer" beobachten. Weil das Betrachten der Geschlechtsorgane für Voyeure wichtig ist, bevorzugen sie Gelegenheiten, bei denen dies länger als nur für Sekundenbruchteile möglich ist, also das Ziel der Begierde sich nur wenig und langsam bewegt. Voyeure wenden viel Phantasie auf, um mit unterschiedlichen Hilfsmitteln Sichtschutzmaßnahmen zu unterlaufen, ihr Verhalten zu tarnen und unerkannt zu bleiben. Immer mehr Bedeutung erlangen Webcams, die man wegen ihrer versteckten Installation auch Hidcams nennt (o. a. hidden cam), sowie Mobiltelefone mit Kamera.

Weitere von Voyeuren benutzte Hilfsmittel sind Ferngläser, Teleskope, Videokameras und Fotoapparate. Selten benutzt werden Richtmikrophone, mit deren Hilfe sie sich akustisch über bevorstehende Handlungen (Entkleiden, Umziehen etc.) ihrer "Opfer" informieren können.

Eine spezielle Form des Voyeurismus stellt das heimliche Beobachten sexueller Handlungen anderer dar. Einen Mann, den es erregt, seiner festen Partnerin beim Geschlechtsverkehr mit einem anderem Mann zuzusehen, nennt man auch Cuckold.

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Vulgarität
(Weitergeleitet von Vulgär)

Die Vulgarität (das Vulgärsein) ist die Eigenschaft des Gewöhnlichen, Niederen, auch Unflätigen.

Dennoch bedeutet das Vulgäre in seiner Bedeutung (nach dem französischen Wort vulgaire = gewöhnlich, was wiederum aus dem lateinischen vulgus/volgus = Volk abgeleitet wurde) das Gewöhnliche, das dem einfachen Volk (als Gegensatz zum Adel) Entstammende. In diesem Sinne sind auch Begriffe wie Vulgärlatein zu verstehen: eben die lateinische Sprache des einfachen Volkes.

„Vulgarität“ i.e.S. wird dann eher dem „gemeinen Volk“ (lateinisch: dem profanum vulgus) zugeschrieben.

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Quelle(n): Wikipedia




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